Technologie (Technology)
Mit CONTINUITY bietet Ihnen ICS eine innovative, vollständig integrierte Rapid Business Implementation Suite, die sich problemlos in das betriebliche Umfeld wie auch die vorhandene IT-Umgebung einfügt.
CONTINUITY wurde mit der weit verbreiteten Programmiersprache Java entwickelt und ist prinzipiell mit jedem Betriebssystem einsetzbar, für das ein Java Runtime Environment (JRE) mit einer Java Virtual Machine (JVM) verfügbar ist. Dies ist faktisch für alle modernen Betriebssysteme der Fall.
In technischer Hinsicht ist CONTINUITY in zwei Software-Pakete gegliedert: in den CONTINUITY-Client und den CONTINUITY-Server.
CONTINUITY-Client
Der CONTINUITY-Client umfasst den Business Workplace, Modellierungs- und Ausführungsumgebung in einem. Er wird auf jedem Benutzerarbeitsplatz ausgeführt und interagiert über das Netzwerk mit dem CONTINUITY-Server.
Die Installation kann direkt auf den Computersystemen der CONTINUITY-Benutzer erfolgen. Zur Ausführung des lokalen CONTINUITY-Client ist, wie erwähnt, eine installierte JRE (Java 5 oder höher) notwendig. Die Bandbreite unterstützter Betriebssysteme reicht von den Microsoft Windows Desktop-Betriebssystemen bis hin zu Linux- und herstellerspezifischen UNIX-Betriebssystemvarianten.
Alternativ kann der CONTINUITY-Client über den Web Browser gestartet werden. In diesem Fall wird die Ausführungsumgebung dynamisch erzeugt. Die Internet-Verbindung zur Anforderung des CONTINUITY-Client erfolgt über Port 80 (Standard-Port des HTTP-Server).
Die Ausführung des CONTINUITY-Client erfordert die folgenden Hardware-Voraussetzungen:
- Prozessor: mindestens 1,5 Gigahertz
- Hauptspeicher (Memory): mindestens 100 MB
- Festplatte: mindestens 20 GB
CONTINUITY-Server
Der CONTINUITY-Server wird zentral installiert und bearbeitet Arbeitsaufträge aller angeschlossenen CONTINUITY-Clients.
folgenden Systemvoraussetzungen:
- Prozessor: mindestens 2,5 Gigahertz
- Hauptspeicher (Memory): mindestens 2 G
- Festplatte: mindestens 40 GB
CONTINUITY Installation und Betrieb
Die CONTINUITY-Architektur wurde von vornherein auf die Anforderungen einer Cloud Service-Lösung hin entworfen, ohne die Option zur lokalen Installation auszuschließen. Deshalb ist CONTINUITY äußerst flexibel einsetzbar. An drei Basisoptionen wird die Flexibilität deutlich:
Lokale Installation: CONTINUITY wird im Unternehmen bzw. im Fachbereich auf einem oder mehreren IT-Systemen installiert.
Platform as a Service (PaaS): CONTINUITY wird auf einem oder mehreren Systemen eines externen Dienstleisters installiert. CONTINUITY-Benutzer im Unternehmen benötigen lediglich einen Internet-fähigen CONTINUITY-Client.
Der CONTINUITY-Server wird nur einmal installiert, unabhängig davon wie viele Kunden des externen Dienstleisters CONTINUITY nutzen. Selbstverständlich ist jedem Kunden eine eigene Konfigurationsinfrastruktur zugewiesen. Für den Kunden wird deshalb gegenüber einer lokalen Installation auf kundeneigenen Systemen kein funktionaler Unterschied erkennbar.
Aus technischer Sicht sind Konfigurationsinfrastrukturen sauber voneinander abgegrenzt. Konfigurationseinstellungen können für jeden Kunden separat vorgenommen werden und wirken nur für den spezifischen Kunden.
Die Installation einer neuen Version der CONTINUITY-Software wirkt auf sämtliche Kundenumgebungen. Schneller lässt sich ein Software-Update nicht bewerkstelligen.
Software as a Service (SaaS): diese Installationsvariante entspricht prinzipiell der PaaS-Option. Allerdings wird im Unterschied zur PaaS-Lösung für jeden Kunden eine individuelle Ausführungsumgebung eingerichtet.
CONTINUITY-Umgebungen
Um den Produktivbetrieb vor ungewollten Einwirkungen zu schützen, können Sie voneinander getrennte CONTINUITY-Umgebungen einrichten. ICS empfiehlt die Einrichtung von drei Umgebungen: Entwicklungs-, "Staging"- und Produktionsumgebung.
Die Entwicklungsumgebung beherbergt alle (Generic) Dynamic Business Components und Dynamic Business Applications als Modelle, unabhängig vom Entwicklungsstand. Modelle werden bereits in der Entwicklungsumgebung formal getestet. Eine separate Testumgebung, wie von der konventionellen Software-Entwicklung her bekannt, ist mit CONTINUITY nicht notwendig.
Die "Staging"-Umgebung wird für Performanz- und Lasttests eingerichtet. Der Auftraggeber (z.B. Fachbereich) kann unter realitätsnahen Bedingungen testen, wie sich die ausgeführte Dynamic Business Application verhält. Wenn alle Erwartungen erfüllt werden, kann die Dynamic Business Application in die Produktionsumgebung übernommen werden. Ansonsten wird sie in der Entwicklungsumgebung überarbeitet.
Die Produktionsumgebung dient zur Ausführung von für den Produktivbetrieb freigegebenen Dynamic Business Applications.
Selbstverständlich müssen Sie nicht zwingend alle drei Umgebungen einrichten. Es bleibt auch Ihnen überlassen, ob Sie für jede Umgebung ein eigenes Server-System vorsehen. Gleichwohl erreichen Sie optimale Flexibilität wenn Sie für jede der drei Umgebungen ein eigenes Server-System einplanen.
Security
CONTINUITY wird in Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen eingesetzt. Vertrauliche Daten werden deshalb mit ausgeklügelten Methoden und Verfahren gegen unberechtigten Zugriff geschützt.
Zugriffsschutz
Der CONTINUITY-Server implementiert ein komplexes Sicherheitssystem, das den Zugriff auf (Generic) Dynamic Business Components und Dynamic Business Applications steuert. Die CONTINUITY-Sicherheitsmechanismen können von Benutzern nicht umgangen werden.
Das CONTINUITY-Sicherheitssystem kann Benutzerprofile auswerten, die von zentralen Verzeichnisdiensten (z.B. Microsoft Active Directory, LDAP) verwaltet werden. Der Vorteil zentraler Verwaltung liegt darin, dass Benutzer und Rechte nur einmal geändert werden müssen.
Datenverschlüsselung
CONTINUITY implementiert ein fein abstufbares Datenverschlüsselungsmodell. Bis auf die Ebene des einzelnen Modellelements kann festgelegt werden ob
Daten in der Wissensbasis verschlüsselt gespeichert werden,
Informationen zwischen CONTINUITY-Client und -Server verschlüsselt übertragen werden,
Daten verschlüsselt in Dateien exportiert bzw. von externen Datenquellen importiert werden.
Skalierbarkeit und Robustheit
Sie können das Ausfallrisiko minimieren indem Sie zwei Computersysteme in einem Failover-Cluster miteinander verbinden. Ein System im Cluster, das Primärsystem, nimmt aktiv die zugewiesenen Aufgaben wahr, während das zweite System, das Standby-System, passiv im Hintergrund auf den Ausfall des Primärsystems wartet. Wenn das Primärsystem tatsächlich ausfällt, übernimmt das Standby-System automatisch ohne Eingriff eines Administrators die Aufgabe des Primärsystems.
Wenn ein Failover-Cluster eingerichtet ist, kann ein System zu Wartungszwecken vorübergehend außer Betrieb genommen werden. Der Produktivbetrieb kann während dieses Zeitraums aufrecht erhalten werden, jedoch ist die Ausfallsicherheit naturgemäß eingeschränkt.
Integrationsfähigkeit
Mit CONTINUITY können Sie unterschiedliche Interoperabiliätsstrategien realisieren, von der Strategie der losen Kopplung (Interlinking) bis hin zur Vereinheitlichungsstrategie (Unification), die in einem einzigen, einheitlichen und homogenen Datenbestand resultiert.
Die Interlinking-Strategie geht von autonomen Software-Systemen mit jeweils eigenen Datenbeständen aus. CONTINUITY ermöglicht die synchrone wie asynchrone Integration mit anderen Anwendungssystemen.
Der synchrone Datenaustausch auf Anwendungsebene wird auch als Application-to-Application Integration (A2A) innerhalb der Unternehmensgrenzen bzw. Business-to-Business Integration (B2B) zwischen Unternehmen bezeichnet.
Mit dem WSDL-Adapter erhalten Sie ein universelles Werkzeug zum Datenaustausch. WSDL (Web Service Description Language) bezeichnet eine plattform-, programmiersprachen- und protokollunabhängige Beschreibungssprache für Netzwerkdienste (Web Services) zum Austausch von Nachrichten auf Basis von XML (Extensible Markup Language). XML, eine Sprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdaten, wird u. a. für den Austausch von Daten zwischen Computersystemen eingesetzt, speziell über das Internet.
Der WSDL-Adapter kann in beiden Richtungen genutzt werden, zum Senden und Empfangen von Daten. Die Kombination von WSDL und XML garantiert maximale "Reichweite", d.h. Integrationshindernisse bedingt durch unterschiedliche Betriebssysteme, Programmiersprachen u.ä. sind beseitigt.
Darüber hinaus steht Ihnen das Adapter-Toolkit für spezielle Anwendungsfälle zur Verfügung. Sie werden das Adapter-Toolkit insbesondere dann nutzen wenn Sie eine bestimmte Applikation über deren Schnittstelle direkt ansprechen wollen.
Eine einfache Möglichkeit zum asynchronen Datenaustausch kann mit Dateien genutzt werden. Sie können Daten aus CONTINUITY in Dateien zur Weiterverarbeitung exportieren und ebenso auch Daten aus Dateien in CONTINUITY importieren.
CONTINUITY gibt Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zur E-Mail-Kommunikation. Mit CONTINUITY können Sie automatisiert Dokumente erzeugen und diese als E-Mail-Anhang versenden. Natürlich kann CONTINUITY auch E-Mails empfangen und über Geschäftsregeln automatisiert auswerten und verarbeiten.
Schließlich kann CONTINUITY, wie bereits kurz erwähnt, auch Active Directory (Microsoft Corp.) und LDAP-basierende Verzeichnisdienste integrieren, die zur zentralen Benutzerverwaltung eingerichtet sind. CONTINUITY kann auf einen Active Directory- oder LDAP-Server zugreifen und Benutzerdaten integrieren. Passworte müssen deshalb nur an einer einzigen Stelle geändert werden.


